Ich bin eigentlich gar nicht in der Stimmung, die untenstehenden Informationen einmal mehr zusammenzutragen, aber ich werde den Drang nicht los, mich diesem unglaublich wichtigen Thema endlich auch in diesem Blog zu widmen.
Du bist auf Tierprodukte nicht angewiesen!
Es gibt keine belastbaren Hinweise darauf, dass eine ausgewogene vegane Ernährung ungesünder wäre als andere Ernährungsformen [1]. Vielmehr kann eine vegane Ernährung im Vergleich zur omnivoren das Risiko für bestimmte Krankheiten reduzieren [2, 1]. Zwar sollten Veganerinnen mindestens das Vitamin B12 supplementieren [1] – doch das gilt unabhängig von der Ernährung ebenso für andere Gruppen [3, 4]. Tatsächlich wird B12 sogar vielen sogenannten Nutztieren künstlich zugeführt [5]. Warum also den Umweg über tierische Produkte nehmen?
Das gute Nutztier-Leben ist ein Mythos!
98 Prozent des in Deutschland konsumierten Fleisches stammen aus Massentierhaltung [6, 7, 8]. Gleichzeitig behaupten viele Nicht-Veganerinnen oft, nur beim Bauern oder Metzger ihres Vertrauens einzukaufen. Deren Tiere hätten ein glückliches Leben genossen. Das ist leider Wunschdenken. Selbst die besten Tierschutz-Bedingungen in Deutschland lassen bekanntermaßen zu wünschen übrig [9, 10].
Es ist falsch, anderen Lebewesen Leid anzutun!
Mord und Sklaverei sind unter allen Umständen abzulehnen. Stimmst du dieser Aussage zu? Es ist praktisch unmöglich, diesen Satz nur für die Menschheit anzuwenden und eine philosophisch befriedigende Grenze zur Tierwelt zu ziehen. Versuch’s gern.
Für mich leitet sich die Achtung vor dem menschlichen Leben aus einer Reziprozitätslogik ab: Ich will nichts tun, was zu einer Gesellschaft oder Kultur beitragen könnte, die mich am Ende selbst gefährdet. In diesem Sinne empfiehlt sich eine Achtung vor jedem Leben. Denn eine speziesistische Grenzziehung ist lediglich die Vorstufe zur Entwertung von Menschenleben, die wenig überraschend häufig mit Tiervergleichen einhergeht.
Und machen wir uns ehrlich: Wer im Ansatz empathiefähig ist, begreift, dass es schlicht falsch ist, einem Lebewesen Leid anzutun – oder diese Gewalt gar mit der eigenen Gier zu rechtfertigen („Schmeckt einfach zu gut!“). Es gibt keinen anständigen Weg, Tiere gegen ihren Willen zu töten.
Auch Milch und Eier sind mit Mord und Grausamkeit verbunden!
Wusstest du, dass Kühe nur Milch geben, wenn sie schwanger sind oder kürzlich waren [11, 12]? Die so „produzierten“ Kälber werden ihren Müttern gestohlen und weiterversklavt oder getötet (Kalbfleisch) [13]. Sobald die Kuh zu alt oder krank wird, um Kinder zu gebären beziehungsweise Milch zu geben, muss sie ebenfalls sterben, weil der Wert ihres Daseins allein wirtschaftlich gemessen wird [14, 12].
Auch in der Eierindustrie ist kein lukratives Geschäft ohne massive Tötung möglich. Da ungefähr gleich viele männliche wie weibliche Küken schlüpfen, aber männliche Küken wirtschaftlich weitgehend nutzlos sind, werden sie direkt ermordet. In Deutschland betraf das bis vor wenigen Jahren bis zu 45 Millionen Küken pro Jahr [15]. Das Kükenschreddern wurde hierzulande mittlerweile verboten, was die Industrie aber nicht hinderte, das Grauen über Umwege fortzusetzen [16, 17]. Ähnlich den Milchkühen werden Legehennen frühzeitig getötet, sobald sie keine Eier mehr legen [18].
Tierprodukte zerstören Umwelt und Klima!
Weltweit betrachtet emittiert die Tierindustrie (je nach Betrachtung) ähnlich oder mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehrssektor [19]; Pflanzenproduktion ist in dieser Hinsicht generell ökologischer [20]. Ein radikaler Ausstieg aus der Tierhaltung könnte allein die globale Treibhausgaskonzentrationen für rund 30 Jahre stabilisieren und bis zu 68 Prozent der Emissionen dieses Jahrhunderts kompensieren [21]. In Deutschland kann eine vegane Ernährung die Treibhausgasemissionen um bis zu 52 Prozent verringern [22].
Neben Treibhausgasen sorgt die Tierhaltung für irrsinnigen Wasserverbrauch [23], Nitratbelastung der Böden und des Trinkwassers (wohin mit all der Scheiße?) [24] und dem Verlust von Flächen, die besser genutzt werden könnten [22]. In diesem Kontext hätte der Veganismus zudem das Potenzial, zur Bekämpfung des Welthungers beizutragen, denn Tierhaltung ist die verschwenderischste Art der Landwirtschaft: Um ein Gramm tierisches Protein zu erzeugen, ist etwa die zehnfache Masse pflanzliches Protein zusätzlich erforderlich. Entsprechend verliert die Menschheit ein Drittel der Ackerflächen auf diesem Planeten an den Futtermittelanbau [25]. [26]
Fazit
Tierprodukte bedeuten unsägliches Leid und zerstören gleichsam unseren Planeten; sie sind eine ineffiziente Form der Landwirtschaft, mitverantwortlich für Nahrungsmittelknappheit und können sogar krank machen. Dahinter stehen – wie so oft – der Kapitalismus und die kognitive Dissonanz der Menschen. Go vegan!
